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Zen (Ch'an) - Meditation

Offene Zazen-Gruppe im Dojo des Amida-Zentrums

in dankbarer Erinnerung, Verehrung und Devotion an meinen unvergleichlichen Meister Ehrwürden Prof. Ch'an Ming, Abt des Klosters Guiyuan-Si, Wuhan, Provinz Hubei, China,

hezhang & kotau allen fühlenden Wesen,

                                                                                     Genro Shi-fu (Vater-Lehrer)

was: In dieser für alle Menschen offenen Gruppe meditieren wir nach der Methode des Soto-Zen (chin. Ts'ao-tung-tsung, Schule des Tozan) und des Rinzai-Zen, der Schule des chinesischen Ch’an-Meisters Lin-chi, (jap Rinzai, gest. ca. 866).

wann: immer am letzten Dienstag im Monat von 20.00 – 21.00 Uhr, (ausgenommen volksschulfreie Tage)

wo: im Dojo des AMIDA-ZENTRUMS, in dem auch unsere Qigong-Meisterschule eingemietet ist,

             1070 Wien, Neubaugasse 12-14

für wen: Wache Menschen, die mehr von sich erfahren wollen, Kraft aus der Meditation schöpfen und Gedanken beruhigen, Anhaftungen loslassen, Lebenskrisen und Probleme bewältigen, eine tiefe, spirituelle Erfahrung machen und wieder voll bewusst sein wollen.

wozu: Zazen, die gegenstands- und intentionslose meditative Praxis des Sitzens in Versunkenheit, wie ihn Zen (chin. Ch'an) zur direkten Verwirklichung des Selbst, als Tor zur Erleuchtung, als Weg der absoluten Erkenntnis des ursprünglichen Wesens, lehrt.

Meister Rinzai (chin. Lin-chi)sagt uns dazu:

„ Freunde des Ch’an, was sucht Ihr eigentlich? Keinem einzigen von Euch, die Ihr jetzt als freie, wahre Menschen bei mir seid, hat es jemals an etwas gefehlt. Wenn Ihr wie die Alten Meister sein wollt, dann seht das ein, zweifelt nicht an Euch“.

wie: Der Zustand von geklärtem, ruhigen Bewußtsein ist die Voraussetzung für das Erwachen zu sich selbst. Es wird oft als sich selbst erkennen, das Selbst erkennen, als Selbsterkenntnis bezeichnet. Es ist unmittelbares Erfahren der Wahrheit von Ruhe, Glück und Zufriedenheit, soweit Worte geeignet sind, Kensho (jap. für die "Wesensschau") zu beschreiben.

Nach der Tradition des Soto- und des Rinzai-Zen (Koan-Schulung) erleben wir Elemente, wie z.B.: 

vSitzmeditation, Za-zen

vGeh-Meditation, Kin-hin

vFrage-Antwort, Mon-do

vLehrdarlegungen des Meisters, Teisho,

vKoan-Schulung

vEinzelunterweisung, Dokusan  (Zen-Erfahrungen reflektieren) und Taiwa (das formlose Gespräch, indem auch Persönliches erörtert wird).

Die harmonisierenden Auswirkungen von tiefer Atmung, der richtigen Geistes- und Körperhaltung werden beim Praktizieren erlebt und bei wahren SchülerInnen, entsprechend ihrem Fortschritt am Weg, ins Leben integriert.

Im abschließenden Lehrteil erfahren wir Interessantes über  Klassiker des Zen, aus der chinesischen und japanischen Tradition und können dem Meister Fragen stellen.

 

„Wenn der Geist sich nicht als befreit erkennt, ist alles was wir tun oder lassen vergeblich“     

                                                Genro Shi-fu

 

Der ehrwürdige Shi Xue Feng, Abt des DingShan-Si, hat uns liebenswürdiger Weise diese 19 Strophen über das Mahayana von Nagarjuna für die http der Qigongschule Wien erarbeitet und zur Veröffentlichung überlassen.

1. Ehre dem unausdenklichen erhabenen Buddha, dessen Geist frei ist von Anhaften. Er hat aus Mitleid mit den Wesen die Lehre dargelegt.

2. Die Buddhas und die Wesen haben ein Merkmal gemeinsam: sie sind leer wie der Raum. Sie sind ihrer Eigennatur nach weder entstanden noch vergangen.

3. Nicht hier noch in der jenseitigen Welt sind Persönlichkeitsmerkmale ihrer Eigennatur nach entstanden oder vergangen. Sie sind durch das Karma der Präeexistenz hervorgebracht. Eben darum sind sie nur dem Wissen eines Allwissenden zugänglich.

4. Alle existierenden Dinge sind ihrer Eigennatur nach ein Spiegelbild. Sie sind in ihrer Leerheit rein, ihrer Eigennatur nach heil, frei von Dualität und mit ihrer Soheit identisch.

5. Wenn Menschen sich in dem was kein Selbst ist eine Selbstheit eingebildet haben, sind Glück, Leiden und Erkenntnis — ist alles für sie Wirklichkeit.

6. So auch die sechs wiedergeburtlichen Höllen, der Samsara, das höchste Glück, das große Leiden in der Hölle, wie auch Alter und Krankheit.

7. Nachdem die Weltmenschen sich eine unzutreffende Einbildung geschaffen haben, werden sie in Qualwelten wie der Narakahölle gekocht. Von ihrer eigenen Bosheit werden sie verbrannt wie Bambusstöcke.

8. Wie ein Zauberprodukt genießen die Menschen die Sinnesobjekte. Sie streben einer aus Schein gebildeten Existenzstätte zu und einem Körper von konditionaler Entstehung.

9. Wie irgendein Dummkopf der sich selber Schlamm bereitet hat in diesen hineinfällt, so sind die Menschen in den Schlamm ihrer Einbildungen versunken.

10. Wie ein Maler, der die überaus furchterregende Gestalt eines Dämons gemalt hat, vor diesem Bild erschreckt, so erschreckt der Unweise vor dem Samsara, den er sich durch seine Ich- und Weltimagination geschaffen hat.

11. Wenn man Nicht-Seiendes als seiend ansieht, erfährt man leidvolles Gefühl. Desgleichen peinigen einem die unwahren Sinnesobjekte mit dem Gift des Zweifels.

12. Nachdem die Gutes tuenden Buddhas mit ihrem ständig mitleidvollem Denken die Wesen als schutzlos erkannt haben, verpflichten sie sie auf die Erreichung der vollen Erleuchtung.

13. Haben sie auf diese Weise karmische Schätze angehäuft und das höchste Glück erlangt, mögen auch sie, vom Netz ihrer Einbildungen befreit, Buddhas werden, Freunde der Welt.

14. Weil diejenigen, die die Bedeutung des Absoluten vollkommen kennen, die Welt durchschaut haben als konditional entstanden und daher leer und ohne Anfang, Mitte und Ende — darum sehen sie für sich selbst weder Samsara noch Nirvana: nur makellose, unwandelbare Wirklichkeit von Beginn an und in Ruhe strahlend.

15. Ein Aufgewachter sieht nicht mehr das Objekt das er im Traum wahrgenommen hatte. Einer der aus dem Schlaf aufgewacht ist sieht nicht mehr den Samsara...

16. Wenn ein Zauberer das Zauberprodukt nachdem er es vorgeführt hat auflöst, dann ist nichts mehr vorhanden. Dies ist die Gesetzlichkeit der Dinge.

17. Geist nur ist dies alles. Entstanden als magische Schöpfung. Daher gute und schlechte Tat und daher gibt es gute und schlechte Geburt.

18. Wie sich die Menschen die Welt nur einbilden, so sind auch sie selbst nicht entstanden. Denn Entstehen ist Einbildung. Es gibt keine äußeren Dinge.

19. Toren die von der Finsternis der Verblendung eingehüllt sind und Dinge ohne Eigennatur als dauerhaft und glücklich auffassen, treiben in diesem Ozean wiedergeburtlichen Werdens umher.

Im Einen Geiste und an den Augenbrauenmit meinem Bruder im Dharma verbunden,

kotau vor dem Buddha in Euch,

Shi Xue Feng

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Veranstalter:
Qigong Schule Wien

Adresse: Neubaugasse 12-14
Telefon: 06646308158

 

 

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