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Meister Rinzai (chin. Lin-chi) lehrt:
"Freunde des Ch’an!
Was sucht Ihr eigentlich? Keinem einzigen von Euch, die Ihr jetzt als freie, wahre Menschen bei mir seid, hat es jemals an etwas gefehlt. Wenn Ihr wie die Alten Meister sein wollt, dann seht das ein, zweifelt nicht an Euch“.
Wie üben wir
Der Zustand von geklärtem, ruhigen Bewußtsein ist die Voraussetzung für das Erwachen zu sich selbst. Es wird oft als "sich selbst erkennen", das Selbst erkennen, als Selbsterkenntnis bezeichnet. Unser Frühjahrs-Sesshin ist diesmal dem großen und weisen japanischen Zen-Meister Hakuin Ekaku (1686-1769) und seinem "Preisgesang des Zazen" (Zazen wasan) gewidmet, das noch heute in Rinzai-Klöstern rezitiert wird.
So ist es sodann unmittelbares Erfahren der Wahrheit von Ruhe, Glück und Zufriedenheit, soweit Worte geeignet und überhaupt in der Lage sind, Kensho (jap. für die "Wesensschau") zu beschreiben.
Nach den Traditionen von Soto- und Rinzai-Zen (Koan-Schulung) erleben wir Elemente, wie:
vSitzmeditation, Za-zen
vGeh-Meditation, Kin-hin
vFrage-Antwort, Mon-do
vLehrdarlegungen des Meisters, Teisho,
vKoan-Schulung und Schweigen
vEinzelunterweisung, Dokusan (Zen-Erfahrungen reflektieren) und Taiwa (das formlose Gespräch, indem auch Persönliches erörtert werden kann). Stille Organübungen aus dem Qigong.
Die harmonisierenden Auswirkungen von tiefer Atmung, der richtigen Geistes- und Körperhaltung werden beim Praktizieren erlebt und bei wahren SchülerInnen, entsprechend ihrem Fortschritt am Weg, ins Leben integriert werden können.
„Wenn der Geist sich nicht als befreit erkennt, ist alles Tun oder Lassen vergeblich“
Genro Shifu |